Ja, deshalb sollte sich der Konstrukteur im ersten Schritt mit den Potenzialen der Additiven Fertigung vertraut machen und nicht einfach konventionelle Bauteile nachdrucken. Diese Potenziale lassen sich im Wesentlichen in Form von zehn Gestaltungszielen zusammenfassen (siehe Tabelle).
- Je nach Additivem Fertigungsverfahren können z.B., wie auch beim Gießen, Schwindungen und Verzüge auftreten.
- 3D-gedruckte Bauteile erfordern nicht selten eine Nachbearbeitung in einem oder mehreren Schritten. Diese Prozesse muss der Konstrukteur frühzeitig in die Konstruktion einbeziehen. Muss das Bauteil etwa mittels Drehen oder Fräsen nachbearbeitet werden, muss der Konstrukteur, wenn das Bauteil überwiegend aus Freiformflächen besteht, Einspannflächen vorsehen.

Die Gestaltungsfreiheit ist bei der Additiven Fertigung im Vergleich zur konventionellen Fertigung deutlich größer. Dennoch sind auch hier Fertigungsrestriktionen einzuhalten, die beispielsweise in Form von Gestaltungsrichtlinien aufbereitet werden (siehe Bild).
